KiBiz: Die unendliche Geschichte

Die Fakten:

1996: Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für alle Kinder ab 3 Jahren.

Die Auswirkungen: 30 statt 25 Kinder pro Gruppe, Wegfall von Nebenräumen, Zunahme pflegerischer Tätigkeiten.

 

1998: Einsparung von 440 Millionen DM.

Die Auswirkungen: 170 Millionen DM weniger für Sachkosten, 270 Millionen DM weniger für Personalkosten, circa 4.000 Arbeitsplätze werden abgebaut. Die Raumgrößenverordnung wird aufgehoben.

 


1999: Erprobungsmaßnahmen

Die Auswirkungen: Stundenbudgetierung, veränderte Öffnungszeiten, Betreuung von Schulkindern (!) in Kindergartengruppen, Betreuung von Zweijährigen in Kindergartengruppen.

 

2001: Die Budgetvereinbarung wird in Kraft gesetzt

Die Auswirkungen: 20%-Regelung = ab sofort können 5 Kinder unter 3 Jahren in einer Regelgruppe betreut werden, kein zusätzliches Personal, kein Geld für entsprechende Raumausstattung.

 

2004/2005: Sachkostenkürzung

Die Auswirkungen: 124 Millionen Euro Einsparungen im Bereich Spiel- und Beschäftigungsmaterial, Fortbildung, Elternarbeit usw.

1996 - 31.Juli 2008:

2004 wurde ein "Beitrag zur Haushaltskonsolidierung" erhoben - zu nächst befristet auf zwei Jahre. Pro Gruppe und Jahr wurden Zuschüsse pauschal um 2.838, bzw. 2.238 Euro gekürzt. Trotz anderslautenden Wahlversprechens musste der Haushaltskonsolidierungsbeitrag bis zum 31. Juli 2008 gezahlt werden.

Ministerpräsident Rüttgers unterstrich, dass die alles nur möglich sei, weil das KiBiz mehr Geld, mehr Plätze, mehr Flexibilität, mehr Bildung und mehr Qualität in die vorschulische Kinderbetreuung bringe.
(Aus einer Pressmitteilung der NRW-Landesregierung vom 19. Februar 2008)

Und heute...?

Seit dem 01.08.2008 haben wir KiBiz.
Die Probleme sind leider nicht weniger geworden...